Sicherheitseinbehalt

Eine für viele Kleinunternehmen entscheidende Frage beim Factoring ist die Höhe der Auszahlungssumme. Je nach Art des Factoring-Vertrags ist der Factor berechtigt, einen Teil der Rechnungssumme einzubehalten. Dieser temporäre Einbehalt der Brutto-Rechnungssumme durch die Factoring-Gesellschaft wird als Sicherheitseinbehalt bezeichnet.

Höhe des Sicherheitseinbehalts – mit diesen Abzügen muss man beim Factoring rechnen

Die Höhe des Sicherheitseinbehalts variiert von Anbieter zu Anbieter. Sie kann beispielsweise von der Bonität des Forderungsverkäufers oder der Debitoren abhängen und wird über Klauseln im Factoring-Vertrag festgelegt.

In der Regel bevorschussen Factoring-Gesellschaften 80-90 % der Rechnungssumme und zahlen den entsprechenden Betrag direkt an das verkaufende Unternehmen aus. Die restlichen 10-20 % werden als Sicherheit einbehalten und dienen der Abdeckung eventueller Mängeleinreden oder Reklamationen durch die Debitoren. Auch Aufrechnungen, Boni, Skonti, Rabatte oder andere Abzüge sollen durch den Sicherheitseinbehalt abgedeckt werden.

Im Falle berechtigter Abzüge durch den Kunden findet nach der Rechnungsbegleichung durch den Debitor eine Verrechnung mit dem vereinbarten Sicherheitseinbehalt statt.

Wann erfolgt die Auszahlung des Sicherheitseinbehalts?

Ein Sicherheitsbehalt ist lediglich eine vorübergehende Rücklage bzw. eine Sicherheitsleistung. Dementsprechend sollte er bei Zahlung des Debitors unverzüglich an den Forderungsverkäufer ausgezahlt werden.