Private Equity

Private Equity setzt sich aus den englischen Begriffen „private“ (= privat) und „equity“ (= Eigenkapital) zusammen. Es handelt sich also um eine spezielle Form der Eigenkapitalfinanzierung. 

Das entsprechende Eigenkapital wird im Rahmen einer Private-Equity-Finanzierung (oder Beteiligung) von Privatpersonen oder von sogenannten Private-Equity-Gesellschaften in verschiedene Zielunternehmen investiert und soll langfristig hohe Renditen erwirtschaften. Ein besonderes Kennzeichen von Private-Equity-Beteiligungen ist außerdem, dass die im Rahmen der Finanzierung erworbenen Unternehmensanteile nicht an der Börse gehandelt werden dürfen. Deshalb spricht man bei Private Equity auch von einer außerbörslichen Eigenkapitalfinanzierung.

Ablauf der Private-Equity-Finanzierung: Wie funktioniert Private Equity?

Um Private-Equity-Beteiligungen zu ermöglichen, wird zunächst Kapital von verschiedenen Anlegern eingesammelt und anschließend ein Private Equity Fonds aufgesetzt. In der Regel verfügen die Fonds über ein Kapitalvolumen von 10-15 Millionen Euro. Dieses wird von institutionellen Investoren (Banken, Versicherungen und Pensionskassen) oder Privatpersonen aufgebracht und anschließend für den Ankauf von Unternehmensanteilen verwendet. Zur Diversifizierung des Risikos investieren Private-Equity-Gesellschaften das eingesammelte Beteiligungskapital meist in eine Vielzahl von Unternehmen aus verschiedenen Branchen.

Private Equity Fonds sind stets geschlossene Fonds. Das bedeutet, dass die Fonds nach der erfolgreichen Akquisition des benötigten Kapitals für die gesamte Anlagedauer (bis zu 10 Jahre) geschlossen werden. Während dieses Zeitraumes werden vom Fondsmanager keine neuen Anteile zur Befriedigung weiterer Investorennachfrage ausgegeben.

Im Fokus der Private-Equity-Gesellschaften stehen bei Investitionsüberlegungen vor allem Unternehmen, die sich durch ein gutes Verhältnis von Risiko und Rendite auszeichnen und über einen hohen Cashflow verfügen. Dies liegt daran, dass am Ende einer Private-Equity-Beteiligung stets ein Exit der Private-Equity-Gesellschaft erfolgt. Hierbei werden die erworbenen Unternehmensanteile unter der Prämisse einer möglichst hohen Rendite veräußert.

Private Equity und Venture Capital – Was ist der Unterschied?

In der einschlägigen Fachliteratur gilt Private Equity als Oberbegriff der außerbörslichen Eigenkapitalfinanzierung. Hierunter fallen neben Venture Capital außerdem noch die Mezzanine-Finanzierung und der sogenannte Buy-Out.

Wie bei der vorher beschriebenen Beteiligung mit Private Equity kaufen auch Venture Capital Investoren Anteile an Unternehmen. In der Regel zeichnen sich diese Zielunternehmen durch ein besonders großes Wachstums- und damit auch Risikopotenzial aus. Dementsprechend erwarten Beteiligungsgesellschaften noch höhere Renditen auf ihre Investitionen als bei Private-Equity- Beteiligungen.