Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote ist eine Kennzahl aus der Bilanzanalyse, bei welcher das Eigenkapital zum Gesamtkapital in Beziehung gesetzt wird.

Wofür ist die Eigenkapitalquote relevant?

Das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital gibt in einem Unternehmen Auskunft über die Kapitalstruktur. Stehen wichtige Finanzentscheidungen an, wird daher immer ein Blick auf die Eigenkapitalquote geworfen. In ihr spiegelt sich auch die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens wider, weshalb sie eine große Relevanz vor allem für Aktionäre und Kreditinstitute besitzt.

Die Eigenkapitalquote wird im Rahmen der Jahresabschlussanalyse errechnet.

Wie wird die Eigenkapitalquote errechnet?

Für die Ermittlung der Eigenkapitalquote benötigen Unternehmen die Höhe des bereinigten wirtschaftlichen Eigenkapitals und die Bilanzsumme als Gesamtkapital. Die größte Herausforderung ist die Zuordnung des Kapitals zum Eigen- und zum Fremdkapital, da es auch viele hybride Finanzierungsformen sowie zweifelhafte Posten gibt, wie eigene Aktien oder Forderungen an die Gesellschaft.

Für die Ermittlung des wirtschaftlichen Eigenkapitals werden zur Summe des Eigenkapitals noch 50 % der Sonderposten mit Rücklageanteil addiert sowie die Gesellschafterdarlehen. Abgezogen werden:

  • ausstehendes Kapital
  • der Firmenwert
  • sonstige Forderungen an Gesellschafter
  • sonstiges Mezzanine-Kapital
  • eigene Aktien

Nun lässt sich die Eigenkapitalquote ermitteln, indem man das wirtschaftliche Eigenkapital durch das Gesamtkapital dividiert.

Eigenkapitalquote mit Factoring erhöhen

Mit Hilfe von Factoring kann die Eigenkapitalquote erhöht werden, denn wenn die durch Factoring gewonnene Liquidität zum Begleichen von Lieferantenverbindlichkeiten eingesetzt wird, bleibt lediglich der nicht bevorschusste Restbetrag in der Bilanz stehen. Durch diese Bilanzverkürzung erhöht sich die Eigenkapitalquote.