Basel III & Basel IV

Hinter dem Begriff Basel III und Basel IV stecken eine Reihe von wichtigen Regulierungsvorschriften für Banken, die nach der Finanzkrise 2007 notwendig wurden. So verlangen die Reformen des Basler Ausschusses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eine strenge Risikoprüfung und Risikobewertung sowie eine hohe Eigenkapitalausstattung von Banken. Die Neuregelungen sollen vor allem die Kapitalbasis der Banken durch verschärfte Liquiditätsanforderungen verstärken.  

Was ist das Kernkapital bei Basel III & IV?

Das Kernkapital einer Bank setzt sich aus dem weichen und dem harten Kernkapital zusammen. Der Basler Ausschuss fordert eine Eigenkapitalquote von 8 %, damit Banken auch Krisen eigenständig standhalten können. Auf diese Weise werden Banken stabilisiert und Finanzkrisen kann vorgebeugt werden.

Diese Positionen zählen zum weichen Kernkapital:

  • Stille Einlagen
  • Hauseigene Schuldverschreibungen der Bank

Diese Positionen zählen zum harten Kernkapital:

  • Einbehaltene Gewinne
  • Eigene Aktien der Bank

Welche Auswirkungen haben Basel III und Basel IV?

  • Schärfere Überprüfungen der Banken durch die Bankenaufsicht
  • Höhere Standards für die Transparenz von Banken
  • Höhere Kapitalanforderungen, die Risiken bei der Kreditvergabe reduzieren

Unternehmen spüren die Auswirkungen von Basel III und IV immer dann, wenn sie einen Kredit aufnehmen wollen. Die Basler Vorschriften führen nämlich zu höheren Kreditzinsen und strengeren Kreditsicherheiten als Ausgleich, wenn Unternehmen ihre Raten nicht bedienen können.

Den Auswirkungen von Basel III & IV mit Factoring gegensteuern

Die verschärften Basler Vorschriften machen Kredite als alleinige Finanzierung für Unternehmen wenig attraktiv. Eine Zusatzfinanzierung zum Bankkredit kann Factoring sein, das offene Forderungen übernimmt und so die Liquidität direkt steigert, ohne dass weitere Kredite zu höheren Kosten aufgenommen werden müssen.