Inhouse Factoring

Im Gegensatz zum Full-Service Factoring wird beim Inhouse Factoring das Forderungsmanagement (Debitorenmanagement) inklusive Mahnwesen weiterhin vom Factoringkunden durchgeführt. Der Factor übernimmt die Bereitstellung der Liquidität sowie den Ausfallschutz (Delkredere-Funktion).

Wer nutzt Inhouse Factoring?

Diese Art des Factoring eignet sich hauptsächlich für große Unternehmen, die ihr Debitorenmanagement und Mahnwesen weiter im eigenen Unternehmen betreiben möchten und organisatorisch entsprechend aufgestellt sind. Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen hingegen ist das Full-Service Factoring üblich.
Voraussetzung für Inhouse Factoring sind klar strukturierte und transparente Prozessabläufe in der Debitorenbuchhaltung und im Mahnwesen des Factoringkunden. Während beim Full-Service Factoring das Mahnwesen durch den Factor durchgeführt wird (in vorheriger Abstimmung mit seinem Factoringkunden), nimmt der Factoringkunde beim Inhouse Factoring alle notwendigen Schritte selbst vor. So kann er seine Kunden bei überfälligen Rechnungen entsprechend der bisherigen Geschäftsbeziehung individuell und persönlich ansprechen. Das wird von vielen Nutzern als wesentlicher Vorteil des Inhouse Factoring angesehen.

Inhouse Factoring in der Praxis

Die Abläufe in der Debitorenbuchhaltung ändern sich nahezu nicht. Die Ansprechpartner für die Debitoren bleiben gleich, was eine unveränderte Außenkommunikation ermöglicht.

Ein Wechsel zum Full-Service Factoring, bei dem der Factor das gesamte Forderungsmanagement übernimmt, ist jederzeit möglich. Damit können Unternehmen von der Entlastung ihres eigenen Debitorenmanagements profitieren und gleichzeitig das Mahnwesen versachlichen.

Inhousefactoring