Exportfactoring

Beim Exportfactoring (auch Auslandsfactoring genannt) nehmen inländische Unternehmen, die ihre Waren / Leistungen exportieren, die Leistungen eines in Deutschland ansässigen Factors in Anspruch.

Die Vorteile von Exportfactoring

Durch die hohe Exportorientierung der deutschen Wirtschaft spielt diese Art des Factoring eine wesentliche Rolle bei der Absicherung der getätigten Exportgeschäfte. Zu den entscheidenden Vorteilen des Exportfactorings zählt u.a., dass die in vielen Staaten Europas üblichen langen Zahlungsziele (bis zu 90 Tage) ohne Liquiditätsverlust gewährt werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei langfristigen Geschäftsbeziehungen ohne zusätzliches Risiko die Zahlungsbedingung „Vorkasse“ in „Zahlung auf Rechnung“ umzuwandeln und dadurch von einem wesentlichen Wettbewerbsvorteil zu profitieren. Ein Plus an Sicherheit erhält der Factoringnutzer durch die regelmäßig vom Factor vorgenommenen Bonitätsprüfungen der ausländischen Geschäftspartner. Zusätzlich besteht im Rahmen des Exportfactoring ein 100%-iger Ausfallschutz für Forderungen.

Exportfactoring

So funktioniert Exportfactoring

Das Unternehmen schließt einen Factoringvertrag mit dem inländischen Factoringinstitut und tritt seine Rechnungen unverzüglich nach Rechnungslegung an dieses ab. Innerhalb von maximal 48 Stunden bekommt der Factoringnutzer bis zu 90 Prozent seiner Rechnungssumme ausgezahlt. Sobald der Debitor direkt an den Factor gezahlt hat, erhält er den Restbetrag abzüglich anfallender Gebühren ausgezahlt.
Der Factor übernimmt nicht nur die Vorfinanzierung und Forderungsabsicherung, sondern gegebenenfalls auch das Mahnwesen und wenn nötig sogar die Beitreibung im Ausland.