Echtes Factoring und unechtes Factoring

Der wesentliche Unterschied zwischen echtem und unechtem Factoring

Beim Factoring wird eine Vielzahl von Sonderformen unterschieden. Grundlegend ist allerdings die Frage, ob es sich um echtes Factoring oder unechtes Factoring handelt, weil sich der Umgang mit dem Ausfallrisiko (Delkredere) unterscheidet.

Echtes Factoring

Beim echten Factoring übernimmt der Factor uneingeschränkt das Risiko für den Fall, dass der Debitor die Forderungen nicht bezahlen kann (Delkredere-Übernahme).

Echtes und unechtes Factoring

Unechtes Factoring

Beim unechten Factoring erhält der Factor vertraglich das Recht, den Forderungskauf rückabzuwickeln, wenn der Debitor nicht bezahlt oder endgültig ausfällt.

Echtes und unechtes Factoring in der Praxis

In Deutschland wird seit Jahren überwiegend echtes Factoring praktiziert, weil der für Factoringkunden oft relevante Sicherheitsaspekt „Schutz vor Forderungsausfall“ beim unechten Factoring nicht gegeben ist. Gründe für Factoringnutzer, sich für das unechte Factoringverfahren zu entscheiden, sind die im Vordergrund stehende Vorfinanzierung oder administrative Entlastung des Debitorenmanagements. Sinnvoll ist dies nur in Branchen mit niedrigen Ausfallquoten.