Im Blickpunkt: Zahlungsverhalten in Westeuropa

Zahlungsverhalten in WesteuropaKnapp 40 % aller B2B-Kreditverkäufe werden in Westeuropa laut „Atradius Payment Practices Barometer for Western Europe – Spring 2017" erst nach Ablauf des vereinbarten Zahlungsziels beglichen. Damit stieg der Anteil im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr (Spring 2016) um einen Prozentpunkt. Von diesen überfälligen Zahlungen sind 1,3 % uneinbringlich (Vgl. Spring 2016: 1,4 %). [Quelle: Atradius Payment Practices Barometer for Western Europe – Spring 2017, Seite 5]

Der Leistungserbringer wird durch verspätete und sogar uneinbringliche Zahlungen zur Bank seiner Kunden und verliert dadurch Liquidität, die wichtig für sein unternehmerisches Handeln ist.

Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?

Die Ergebnisse der Atradius Studie zeigen, dass ein schnelles Umwandeln von Forderungen in Liquidität weiterhin ein Kernelement unternehmerischen Erfolgs darstellt. Einerseits kommt der Vereinbarung von Zahlungszielen, die der Bonität des Kunden entsprechen, eine enorme Bedeutung zu. Andererseits ist die konsequente Überwachung ausstehender Forderungen von immenser Bedeutung. Im Falle eines eintretenden Zahlungsverzugs muss der Mahnprozess unverzüglich gestartet werden und gegebenenfalls wird eine gerichtliche Beitreibung unerlässlich. Wenngleich ein professionelles und konsequentes Forderungsmanagement die Zahlungseingänge deutlich beschleunigen kann, verliert der Unternehmer dennoch Liquidität mit jedem Tag des Zahlungsverzugs.

Factoring – die smarte Alternative für schnelle Liquidität

Beim Factoring verkauft der Unternehmer seine Rechnungen direkt nach Rechnungslegung an einen Factor und kann innerhalb von maximal 48 Stunden über ca. 90 % der Bruttorechnungssumme verfügen und diese Liquidität wieder in seinem Unternehmen einsetzen. Sobald der Forderungsschuldner den offenen Rechnungsbetrag direkt an den Factor gezahlt hat, zahlt der Factor die restlichen ca. 10 % abzüglich entstandener Gebühren an den Unternehmer. Durch Factoring kann der Unternehmer seinen Kunden längere Zahlungsziele gewähren ohne negative Auswirkungen auf die eigene Liquidität in Kauf nehmen zu müssen. Ein weiterer entscheidender Vorteil von Factoring ist neben der schnellen Liquidität der Schutz vor Forderungsausfällen. Das Risiko für eventuelle Forderungsausfälle geht mit dem Ankauf der jeweiligen Rechnung direkt auf den Factor über. Administrative Entlastung und ggf. Optimierung der Prozesse im Forderungsmanagement bringt dem Factoringnutzer die Übernahme des Debitorenmanagements (inkl. Mahnwesen und ggf. Beitreibung) durch den Factor. Auf Basis regelmäßig durchgeführter Bonitätskontrollen bei Neu- und Bestandskunden können Ausfallrisiken frühzeitig identifiziert und im Bedarfsfall entsprechende Anpassungen der Zahlungsbedingungen (z.B. Vorauskasse) vorgenommen werden. Unter Umständen kann aus Aspekten der Liquidität sogar die Ablehnung eines Auftrags sinnvoll sein.

 

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