2016 in Deutschland: Weniger Unternehmensinsolvenzen, aber deutlich gestiegene finanzielle Schäden

Insolvenzbericht 2016

„Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist das sechste Jahr in Folge rückläufig", berichtete die Creditreform in der Pressemeldung vom 28.11.2016 zum jährlichen Insolvenzbericht für Deutschland. „Nachdem 2015 23.180 Unternehmensinsolvenzen gezählt wurden, waren es in diesem Jahr 21.700. Das ist der niedrigste Stand seit 1999."

„Gestiegen sind allerdings die finanziellen Schäden für die Insolvenzgläubiger. 2016 wurde eine Schadenssumme von rund 27,5 Mrd. Euro erreicht – ein Plus von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Wert seit vier Jahren."

(Quelle: Creditreform, Pressemeldung vom 28.11.2016 zum jährlichen Insolvenzbericht für Deutschland)

Tipps zur Vermeidung von Forderungsausfällen

Um den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern, muss dessen Risiko- und Forderungsmanagement so professionell aufgebaut sein, dass Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und ihnen entsprechend wirksam vorgebeugt werden kann. Vor dem Vertragsschluss mit einem neuen Kunden ist seine Bonität generell sorgfältig zu prüfen. Aber auch bei Bestandskunden ist eine regelmäßige Bonitätsprüfung unerlässlich. Entsprechend der Bonität des jeweiligen Kunden sollten die Zahlungsbedingungen gestaltet werden. Bei Neukunden oder Kunden mit schlechter Bonität bietet sich Vorauskasse an. Um eventuellen Liquiditätsengpässen vorzubeugen, ist es generell wichtig, dass Rechnungen für erbrachte Lieferungen und Leistungen schnellstmöglich gestellt werden. Sollte es zu Zahlungsverzögerungen des Kunden kommen, ist eine unverzügliche Mahnung unerlässlich.

Eine weitere Möglichkeit, um sich vor möglichen Zahlungsausfällen zu schützen, ist das Abschließen einer Warenkreditversicherung für alle oder ausgewählte Kunden (z.B. Neukunden). Sollte ein versicherter Kunde insolvent werden, entschädigt die Versicherung unbestrittene Forderungen. Im Falle, dass der Warenkreditversicherer die Versicherung eines Kunden aufgrund seiner schlechten Bonität ablehnt, ist die Vereinbarung von Vorauskasse zwingend erforderlich oder der Auftrag muss ggf. sogar abgelehnt werden.

Factoring schützt wirksam vor Forderungsausfällen

Mit Factoring können Sie Ihre offenen Forderungen innerhalb von 24 bis 48 Stunden in Liquidität umwandeln. Dazu müssen Sie Ihre offenen Rechnungen lediglich unverzüglich nach Rechnungslegung an den Factor verkaufen. Der große Vorteil ist nicht nur die schnelle Liquidität, sondern gleichzeitig geht das Ausfallrisiko mit dem Zeitpunkt des Verkaufs auf den Factor über. Sollte es zu einer Insolvenz Ihres Kunden kommen, verbleiben die bevorschussten Rechnungsbeträge in Ihrem Unternehmen und müssen nicht zurückgezahlt werden. Im Rahmen des sog. Full-Service Factoring kümmert sich der Factor gleichzeitig um das gesamte Debitorenmanagement und Mahnwesen. So sparen Sie personelle Kapazitäten, die Sie anderweitig in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

Datenschutz: Einwilligung
Bei Nutzung unserer Webseite verarbeiten wir personenbezogene Daten von Ihnen zur Analyse (auch mit Hilfe von Drittanbietern). Dabei setzen wir sog. Cookies ein.
Mit Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten in diesem Sinne zu. Informationen zum Datenschutz inkl. der Möglichkeit, Cookies zu deaktivieren, erhalten Sie hier.
OK