Börsen-Zeitung: „Dresdner Factoring verdoppelt Gewinn”

BörsenzeitungDie Dresdner Factoring, das einzige börsennotierte Factoring-Haus in Deutschland, hat ihren Gewinn vor Steuern 2011 verdoppelt und will entsprechend die Dividende von zuvor 10 auf 20 Cent je Aktie anheben. Auch im neuen Jahr wollen die Sachsen trotz der erwarteten Konjunktureintrübung ihren Forderungsumsatz um etwa ein Zehntel hochdrehen und dabei das Ergebnis überproportional verbessern, heißt es in einer vorläufigen Bilanz für 2011 bei den Dresdnern.

Demnach erwartet das Unternehmen, das mittelständische Betriebe mit Umsätzen bis zu 100 Mill. Euro jährlich bedient, einen Forderungsumsatz 2012 von gut 500 Mill. Euro, nach 458 Mill. im abgelaufenen Turnus und 427 Mill. Euro im Jahr 2010. Das Volumen konnte damit im Berichtsjahr um gut 7% ausgeweitet werden. Dagegen explodierte der Gewinn vor Ertragsteuern von 0,8 auf 1,6 Mill. Euro - worin allerdings ein Sondereffekt aus einer gerichtlichen Vergleichszahlung früherer Vorstände von 200 000 Euro enthalten ist. Operativ erarbeitet sind folglich 1,4 Mill. Euro, die in der laufenden Periode auf 1,7 Mill. gesteigert werden sollen, kündigen die Sachsen an.

Maßgeblich für die deutliche Gewinnverbesserung seien die weiterhin "total niedrigen" Risikokosten, begründet Vorstand Kerstin Steidte-Megerlin die Unternehmensentwicklung. Großaktionär mit knapp 30% der Aktien ist Jürgen Freisleben bzw. seine Wegold Holding, ein Dentaldienstleister. Das Zehntel eigene Aktien will Dresdner Factoring als Akquisitionswährung nutzen.


Artikel in der Börsen-Zeitung, Ausgabe 23, Seite 4 vom 2.2.2012.