Dresdner Factoring News
Dem Insider folgen
Dem Insider folgen
In der akuten Wirtschafts- und Finanzkrise müsste man es als unabhängiges Finanzierungsinstitut, wie Dresdner Factoring sich selbst sieht doch eigentlich ganz einfach haben. Banken fallen als Kreditgeber aus, also steigt die Bereitschaft von Unternehmen, Forderungen frühzeitig abzutreten. Gerade mittelständische Unternehmen ächzen ja derzeit unter der geringen Kreditbereitschaft der Banken. Also müsste es Unternehmen, die sich auf Factoring spezialisiert haben, ganz gut gehen.
Der Vorstand von Dresdner Factoring, Bernward J. Rohmann, ist jedenfalls überzeugt, dass die Chancen höher als die Risiken sind. Das sagte er jedenfalls dem Aktionär. Und deshalb hat er Aktien gekauft. Als Vorstands ist er ein so genannter Insider – Geschäfte in Aktien seines Unternehmens sind meldepflichtig. Allein in dieser Woche ist Rohmann an drei Tagen als Käufer aufgetreten. Insgesamt wanderten 8.716 Stücke in sein Depot. Seit dem Jahr 2007 hat er 36.706 Anteilsscheine erworben. Insgesamt liegen bei der Familie Rohmann jetzt 69.000 Aktien oder rund 2,5 Prozent der 2,8 Millionen ausgegeben Stücke. Insider dürfen nur in kleinen Zeitrahmen Aktiengeschäfte vornehmen. Erst wenn kursrelevante Meldungen veröffentlicht worden sind, dürfen sie selbst auch kaufen und verkaufen.
Ziele erreicht
Und genau das hat Rohmann gemacht. Nachdem Dresdner Factoring am 16.Januar vorläufige Zahlen herausgegeben hatte, ging er an der Börse shoppen. Mit Grund. Denn zum Jahresende lag der Buchwert je Aktie bei 4,87 Euro. Die Aktie notiert dagegen bei 3,65 also mit einem erhebliche Abschlag. Vor Steuern wurde je Aktie ein Gewinn von 24 Cent eingefahren. Der Forderungsumsatz lag bei 333 Millionen Euro und damit um 23 Prozent über dem des Vorjahres. Forderungen aus Factoringverhältnissen waren zum Jahresende mit 29,5 Millionen beziffert und lagen damit auf Vorjahresniveau. Von der aktuellen Finanzmarktkrise will Rohmann mit seinem Unternehmen profitieren. Seit 2007 steht er am Ruder des Schiffes Dresdner Factoring und hat gründlich aufgeräumt. Vor allem das Risikomanagement sieht er jetzt gut aufgestellt.
Ausblick im April
Schon bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen zeigte sich der Vorstand, eben jener Bernward J. Rohmann, optimistisch. Einen Ausblick gibt es - wie üblich - mit der Vorlage der testierten Zahlen. Im April.
Den Insidern folgen
Insider wie Vorstand Rohmann, haben auch kein Geld zu verschenken. Oftmals haben sie den richtigen Riecher. Sie wissen um die Stärken und Schwächen ihres Unternehmens. Der Chart schreit nach einer Erholung, der Abschlag zum Buchwert scheint unberechtigt. Risikobewusste Anleger steigen mit Limit 3,68 Euro ein.
Artikel von Thomas Godt in DER AKTIONÄR ONLINE (www.deraktionaer.de) vom 29.01.2009